Die Spannung war gross an der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB der Mannschaftsmeisterschaft, die am 20.09.2014 im Schiessstand in der Brestenegg stattfand. Der Gegner war nämlich kein geringerer als die in der MM über Jahre dominierende Mannschaft aus Schwarzenburg.
Trotzdem durften die Ettiswiler die Sache locker angehen, da sie nur Gewinnen konnten und den Heimvorteil ausnutzen konnten.
Die Rechnung ist tatsächlich aufgegangen! Das Team mit Alois Suppiger, Eveline Felber, Jonas Hansen, Kari Marbach, Toni Näf und Stefan May (letzterer fehlt auf dem Bild) konnte die Schwarzenburger (u.a. mit den beiden Nationalmannschaftsmitgliedern Irène und Simon Beyeler) klar mit 1123:1112 schlagen und darf somit nächste Saison nach 3 Jahren Unterbruch wieder in der obersten Liga mittun.
Sieger der MM 2014 wurde Zug vor Embrach, Frutigen und Emmental.
Leider hat es für die Ettiswiler auch in der 7. und letzten MM-Runde nochmals Niederlagen abgesetzt. Brestenegg-Ettiswil 1 verliert gegen Rümlang 1 mit 1128:1135 und Brestenegg-Ettiswil 2 zieht gegen Hünenberg 1 mit 1082:1112 den Kürzeren.
Das Ettiswiler Zwei verbleibt somit in der 3. Liga und muss nächstes Jahr einen neuen Anlauf nehmen für den Aufstieg in die 2. Liga. Brestenegg-Ettiswil 1 hingegen darf noch hoffen. Dank dem 2. Rang in der NLB hat sich dieses Team die Teilnahme an der Auf-/Abstiegsrunde gesichert, welche am Samstag, 20.09.2014 in unserem Schützenhaus in der Brestenegg stattfindet. Eveline Felber, Jonas Hansen, Kari Marbach, Stefan May, Toni Näf und Alois Suppiger werden dort alles geben, um den Aufstieg in die höchste Liga zu schaffen. Das alles entscheidende Duell gegen Schwarzenburg ist auf die frühen Morgenstunden angesetzt (8 Uhr) statt und wir freuen uns natürlich über Unterstützung! Gleichentags wird aus den ersten vier Mannschaften der NLA dann auch noch der Mannschaftsmeister erkoren.
Am Samstag, 23.08.2014 waren die Ettiswiler Nachwuchsschützen am Zentralschweizer Gruppenmeisterschaftsfinal in Oberkirch im Einsatz. Die Gruppe mit Timo Bättig, Sarina Helfenstein, Tobias Felber, Roman Schraner und Thierry Christen belegte dort den 6. Rang von total 7 Gruppen. Trotzdem darf dieser Wettkampf als Erfolg gewertet werden, da vier der fünf Schützen 14jährig und jünger sind und teilweise zum ersten Mal an einem Auswärtswettkampf mitgemacht haben. Sie haben gute Einzelresultate erzielt und konnten vor allem wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln.
Kari Marbach, Eveline Felber, Flori Marbach, Stefan May und Jonas Hansen durften am Sonntag, 24.08.2014 beim Eidgenössischen Gruppenmeisterschaftsfinal in Langnau im Emmental in die Hosen steigen. Leider lief es nicht ganz allen nach Wunsch, so dass es nicht für einen der vorderen Plätze in der Rangliste reichte. Mit dem 8. Rang dürfen die Ettiswiler trotzdem zufrieden sein.
In der MM hat der Siegeszug der Ettiswiler ein jähes Ende genommen. Beide Teams kassieren zum ersten Mal in dieser Saison eine Niederlage.
Brestenegg-Ettiswil 1 wird von Baar 1 knapp mit 1138:1134 geschlagen und Brestenegg-Ettiswil 2 unterliegt Merlischachen 1 mit 1088:1106.
Die erste Mannschaft kann den 2. Rang in der NLB trotzdem verteidigen und hat sich somit die vorzeitige Qualifikation für die Auf-/Abstiegsrunde gesichert.
Brestenegg-Ettiswil 2 rutscht in der 3. Liga Gruppe 3 auf den 3. Rang ab und muss sich damit abfinden, dass aus dem Aufstieg dieses Jahr (noch) nichts wird.
Am Zentralschweizer Gruppenmeisterschaftsfinal vom Sonntag, 17.08.2014 in Zug haben es die Ettiswiler aufs Podest geschafft!
Die Gruppe mit Flori Marbach, Eveline Felber, Alois Suppiger, Kari Marbach und Jonas Hansen konnte sich hinter den starken Teams aus Zug und Baar den 3. Rang erkämpfen.
Die WM beginnt hocherfreulich für die Schweizer Nationalmannschaft.
Wieder einmal regnet es Goldmedaillen für die U23-Kaderschützen der Schweiz.
Ich darf mich nun neu neben Team-Europameister auch Team-Weltmeister nennen. Es ist echt sagenhaft, welch gute U23-Schützen wir hier in der Schweiz haben.
Roland Marti und Dominic Niederberger entwerfen den Schlachtplan für den Morgen. Absolutes Top-Coaching, ein Lob an die Beiden!
Team-Weltmeister
Die WM-Goldmedaille konnte durch unser starkes U23-Team (Tamara Menzi, Joel Brüschweiler und Monsieur Hansen) mit einem Vorsprung von 32 Punkten errungen werden. Lediglich 3 Punkte Vorsprung auf Österreich hatten wir nach dem Stehend-Programm. Als Kniend-Spezialisten konnten wir jedoch den Sieg dann doch klar für uns entscheiden.
Damit bestätigten wir den letztjährigen EM-Titel in Innsbruck als U23-Team (nur Tamara ist neu, aber dass sie in Topform ist, wissen wir ja schon länger).
Hervorragende Arbeit Joel und Tamara!
Tamara Menzi fällt nicht nur mit einer auffälligen Schiesskleidung auf – Auch mit tollen Resultaten!
Einzelwertung & Persönliches Fazit
Tamara Menzi siegte souverän in der Einzelwertung und darf sich als U23-Weltmeisterin feiern lassen. Chapeau!
Joel Brüschweiler kämpfte sich im Final von Rang 4 auf Rang 2 vor. Wieder einmal bewies er, dass er fürs Finalschiessen geboren wurde. High 5!
Und ich? Nun ja, ich bin mit meinen Leistungen grundsätzlich nicht unzufrieden. Nur von dem Resultat halt absolut enttäuscht (276 stehend, 283 kniend – also 559 gesamthaft). Als Vergleich: Ich bin mich eher Resultate um die 570 (+/-) Punkte gewohnt – auch an Wettkämpfen.
Ich will nicht sagen, dass ich perfekt geschossen habe. Es gibt immer was zu verbessern und viele 9er habe ich sicherlich selber zu verschulden.
Trotzdem hat mir mein Resultat etwas zu grübeln gegeben, da ich nicht wirklich etwas zum Verbessern mitnehmen kann. Jedenfalls weiss ich noch nicht was. Aber ich denke nicht, dass ich noch lange darüber nachdenken sollte.
Ich bin heuer Team-Weltmeister und durfte schon viele tolle Erfolge feiern. Da tut es mir vermutlich nur zu gut, mal nicht auf dem Podest zu stehen.
Ich freue mich, nächstes Jahr um einen Nationalmannschafts-Platz bei der Elite OC zu kämpfen. Neue Herausforderungen warten auf mich.
Finalwettkämpfe 10m (Frauen / Männer)
Die Finalwettkämpfe der Frauen und Männer waren spannend zum zuschauen (obwohl nicht um wichtige Podestplätze gestochen werden musste).
Bei den Frauen kämpfte sich Sonja Strillinger (Aut) von Platz 8 auf Platz 2 vor. Dies beweist, wie brisant und knapp es bei den 10m-Finalwettkämpfen zugehen kann.
Auch von den Leistungen der Männer war ich beeindruckt. Kein einziger Schusswert war tiefer als die 9. Da habe ich ja noch einiges an Arbeit vor mir. Aber mit dem werde ich schon fertig 😉
Flower ceremony
Ehre wem Ehre gebührt! Nach den Wettkämpfen wird gewöhnlich eine Flower ceremony abgehalten. Quasi eine Rangverkündigung light (nur mit Blumen und keinen Medaillen).
Auch ich durfte einen Blumenstrauss als Team-Weltmeister in Empfang nehmen.
Hier die Podestfotos der Einzelwertungen.
30m – U23
1: Tamara Menzi (Sui) / 2: Joel Brüschweiler (Sui) / 3: Louis Fürst (Ger)
10m – Männer
Die Russen stellten übrigens mit 1767 Ringen einen neuen Team-Weltrekord auf. Auf dem Podest sind alles bekannte internationale Gewehr-Schützen. Nazar Louginets ist aktuell der Weltranglistenzweite mit dem Kleinkaliber und Luftgewehr, Peter Sidi der Dritte mit dem Luftgewehr.
1: Nazar Louginets (Rus) / 2: Aleksander Driagin (Rus) / 3: Peter Sidi (Hun)
10m – Frauen
Monika Zahnd aus der Schweiz verpasste den Final um einen Punkt.
Morgen Freitag können ich und meine Teamkameraden (10m U23 Herren: Joel Brüschweiler, Roman Gohl und meine Wenigkeit) nochmals alles zeigen. Wir geben Vollgas, drückt uns die Daumen!
Den ganzen Morgen bis in den frühen Nachmittag waren für die letzten Trainingseinheiten reserviert. Ich trainierte nur noch 30m. 10m hatte ich ja schon gestern und dem speziellen Stand wollte ich einen grossen Teil meiner Aufmerksamkeit schenken.
Das Training verlief gut. Sowohl kniend als auch stehend hatte ich keine grossen Probleme mit dem Stand. Einzig die Wind- und Lichtverhältnisse waren etwas schwierig. Bei zuviel Licht war ein wirklich klarer Kontrast aufgrund der Wand am Ende des Schiessstandes für mich eher schwierig herzustellen (nicht das es ein allzu grosse Problem wäre…). Der Wind war ein bisschen tückisch. Man hatte manchmal das Gefühl, als ob der Wind etwas ausmache, obwohl die Windfahnen nicht viel anzeigten.
Die Unebenheiten waren auch kein grosses Problem. Trotzdem gingen Roland Marti und Dominic Niederberger (U23-Trainer) in den Baumarkt, um einen Hammer zu besorgen. Die Idee war es, die Unebenheiten auszuklopfen.
Roland Marti (MC Hammer) at work
Schlussendlich kam Roland Marti aber doch noch auf die Idee, die Kniend-Erhöhungen umzukehren:
So wird kniend geschossenUnd stehend neuerdings so
Ziemlich gute Idee, somit ist der Untergrund absolut flach. Bei der technischen Kommission wurde beantragt, dass alle Schützen so schiessen dürfen. So wie es aussieht wird es genehmigt.
Eröffnungszeremonie
Traditionell natürlich die Eröffnungszeremonie, in welcher alle Armbrust-Titelwettkämpfe mit dem Einzug der Athleten feierlich eröffnet werden.
Ich muss sagen, die Eröffnungszeremonie fand ich eigentlich die Beste der letzten drei Jahre. Vor allem die Musik und die Atmosphäre auf dem Römerberg war ziemlich cool. Festgarnituren, eine Bühne mit Livebands, Brezel-, Süssigkeiten- und Wurststände und einen Armbrustschiessstand mit so kleinen Spielzeug-Armbrüsten. Es war ziemlich was los, viele Besucher waren vor Ort.
Natürlich wurde auch wieder ein wenig geblödelt. Wie kann es auch anders sein?
Hansi the Hipster @Römerberg eating #marshmallows
Der Einzug der Nationen selbst war ein wenig chaotisch aber alles in allem doch wieder eine recht lustige Angelegenheit. Gefolgt von Blasmusik- und Fahnenformationen ziehen alle Nationen auf den Römerberg ein, wo dann diverse Reden gehalten werden. Leider wurden wir weder richtig instruiert noch irgendwie eingereiht. Wir warteten auf Instruktionen und plötzlich begann die Musikformation mit ihrem Spiel und marschierte Richtung Römerberg.
Es ist schon etwas Spezielles, wenn man dann so durch die Innenstädte wandert die Leute ihre Kameras zücken und applaudieren. Besonders bei der heimischen deutschen Nationalmannschaft waren die Zuschauer natürlich begeistert.
Nach dem Einzug und einigen Reden wurde die 17. IAU-WM vom Präsidenten der IAU, Gérard Boutteville, offiziell eröffnet.
Am Morgen fand eine freiwillige Stadtbesichtigung statt. Das ganze U23-Team war mit dabei, die Elitschützen zogen es eher vor, sich im Wellness- & Sportbereich des Hotels aufzuhalten.
Nach 5-minütiger Busfahrt zum Flughafen und anschliessender, 10-minütiger Fahrt mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof in Frankfurt, geisterten wir etwas in der Stadt umher.
Nachdem wir am Anfang in eher zwiespältigen Milieus herumirrten, haben wir dann doch noch zum Frankfurter Main Tower gefunden. Dieses 200m grosse Hochhaus bietet Touristen für 6,50 € einen genialen Ausblick auf die Stadt.
Hier einige Impressionen:
Nein, ich habe keine Höhenangst!
Für weitere Exkursionen (abgesehen von einem kurzen Einkauf), blieb leider keine Zeit.
Standbesichtigung, Materialkontrolle und Training
Gegen 13:00 Uhr ging es zum ersten mal an den Ort der Entscheidung. Dieser liegt mit dem Auto etwa 5 Minuten von unserem Hotel entfernt, irgendwo idyllisch zwischen vielen Bäumen.
Bevor ich jedoch zu den eigentlichen Wettkampfständen gegangen bin, habe ich mich mit der Kleider- & Armbrustkontrolle herumgeschlagen. Diese ist selbstverständlich für alle Athleten obligatorisch. Gott sei Dank waren noch nicht alle Nationen vor Ort, somit musste ich nicht allzu lange anstehen. Die ganze Prozedur dauerte dann vielleicht nur noch eine Stunde.
Es wurden keine sonderlich genauen Kontrollen durchgeführt. Die Schiessbekleidung wurden kaum überprüft, was ich seitens der Veranstalter doch ein wenig Schade finde und einen etwas faden Beigeschmack hinterlässt. Jedoch muss immer mit stichprobenartigen Nachkontrollen gerechnet werden.
Direkt nach der Materialkontrolle besichtigte ich den 30m-Stand. Den Tipp gab mir Joel Brüschweiler. Er meinte, ich solle mir das unbedingt mal ansehen.
Ich muss schon sagen, der ist ziemlich interessant. Für Schweizer 30m-Schützen wohl kaum vorstellbar. Ich kenne jedenfalls keine vergleichbaren Stände. Bei der Anlage handelt es sich um eine mobile Anlage aus Holland. WM-Teilnehmer von Avons kennen die bereits.
Lieber Armbrustschütze, hast du schonmal so einen Stand gesehen?
Ein lustiges, ziemlich offenes Zelt und das Beste: Flachen Boden wirst du dort wohl kaum finden. Einfache Gummimatten auf der Wiese. „Wtf!“ dachte ich mir. Leider kann man das dort auch nicht einfach so auf die schnelle flachwalzen. Der Stand befindet sich auf Naturschutzgebiet, eine Baufirma oder dergleichen dürfte dort nicht Unebenheiten mit schwerem Geschütz korrigieren.
Man wird ja sehen, wie das so läuft, Morgen werde ich das erste Training dort schiessen.
Der 10m-Stand scheint jedoch völlig in Ordnung zu sein. Die meisten anwesenden Schützen schienen sich auch dort einzurichten. Wenn ich mich nicht täusche, wurden insgesamt 60 Zugscheiben installiert.
Nach einem kurzen Training wusste ich, dass für den 10m-Wettkampf am Freitag alles in Ordnung ist. Ich bin bereit.
Ausblick
Morgen geht es wie bereits erwähnt weiter mit Training, diesmal im 30m. Das wird den ganzen Morgen und einen Teil des Nachmittages beanspruchen.
Danach geht’s offiziell los mit der 17. Armbrust-WM: Mit der Eröffnungszeremonie.